Metaverse – ohne Smartphone ins Jahr 2030
Metaverse steht für digitale Erlebniswelten. Aufgrund der hohen Rechenleistungen erwarten Experten eine vollständige Realisierung frühestens in 20 Jahren. Mikko Ripatti, Senior Client Portfolio Manager bei DNB Asset Management sieht das differenziert:

Vieles an Technologie, das heute für Nutzende selbstverständlich ist, schien vor vielen Jahren noch unmöglich. Das Metaverse ist eine weitere Technologie, die aktuell noch nicht umsetzbar erscheint. Zumindest nicht in dem Ausmaß, von dem Experten immer sprechen. Was erwarten Endverbrauchende? McKinsey hat im Juni dazu eine umfangreiche Studie veröffentlicht. Die Top 5 aus Konsumentensicht waren Social Media, Unterhaltung, Reisen, Shopping und Gaming. Fast 60 Prozent der Verbraucher, welche die heutige frühe Version des Metaversums nutzen, sind begeistert davon, ihre alltäglichen Aktivitäten darauf umzustellen. Dabei ist die Konnektivität zwischen den Menschen der wichtigste Antrieb, gefolgt von der Möglichkeit, digitale Welten zu erkunden. Etwa 95 Prozent der durch McKinsey befragten Führungskräfte erwarten, dass sich das Metaverse innerhalb von fünf bis zehn Jahren positiv auf ihre Branche auswirken wird, und 61 Prozent gehen davon aus, dass es die Art und Weise, wie ihre Branche arbeitet, leicht verändern wird. Zu den Branchen, die am ehesten vom Metaverse betroffen sein werden, gehören der Konsumgüter- und Einzelhandel, die Medien- und Telekommunikationsbranche sowie das Gesundheitswesen, und diese Branchen gehören auch zu denen, die bereits Metaverse-Initiativen durchführen.
Eigentlich ist Metaverse schon heute Realität, vor allem bei den Gaming-Firmen und den von ihnen geschaffenen Umgebungen. Allerdings bleibt insgesamt abzuwarten, was das Metaverse tatsächlich genau sein wird und wie es sich entwickeln wird. Es jetzt schon zu definieren, könnte die Vorstellungskraft der Visionäre beeinflussen.
Wer werden die Gewinner des neuen Internets sein?
In dieser Hinsicht gibt es einen gewissen Hype um das Thema. Die Nutzererfahrung wird und muss sicherlich noch besser werden. Denn Augmented Reality und Virtual Reality sind wichtige Teile der Metaverse-Idee. Und das scheint aktuell die Richtung zu sein, in die sich die Dinge entwickeln werden. Erst kürzlich erklärte der CEO von Nokia, dass es Smartphones, wie wir sie heute kennen, im Jahr 2030 nicht mehr geben wird. Er bezog sich dabei anscheinend auch auf die Tatsache, dass wir dann andere Geräte haben werden, die mit unserem Körper verbunden sind und direkt mit anderen Menschen kommunizieren. Die menschliche Kommunikation ist das Kernstück des Metaverse, während Echtzeitkommunikation, Benutzerfreundlichkeit und ein Gefühl des Verschmelzens mit dem Internet seine Erkennungsmerkmale sind. Letztendlich geht es um dieses Verschmelzen des `Real Life`mit der virtuellen Welt.