Serie 3: Persönliche Einblicke Was uns in Zukunft erwartet…
Im dritten Teil unserer Serie beschäftigen sich unsere drei Experten mit der Frage, wie die Zukunft im Asset Management unter verschiedenen Gesichtspunkten aussehen wird. Was wird sich durch die Nachhaltigkeitsdebatte ändern, wie wird sich die Asset Branche generell entwickeln und wie ist DNB hierfür aufgestellt? Hier die spannenden Antworten.
Knut Hellandsvik, Head of Equities
Ich glaube, dass sowohl wir als auch der Rest der Branche zunehmend nach Unternehmen suchen werden, die wirklich "zukunftssicher" sind. Die Asset Management Branche wird eine wichtige Rolle spielen, da wir Kapital in Unternehmen lenken, die bei der Lösung von Problemen helfen und Firmen bestrafen, die sich nicht angemessen um die Umwelt, ihre Mitarbeiter und ihre Interessengruppen kümmern. Diese Firmen werden höhere Kapitalkosten haben und gezwungen sein, ihre Vorgehensweisen zu verbessern. Da das Interesse für ESG-Fonds zunimmt, besteht ein potenzielles Risiko in der Bildung von Blasen, weil zu viel Anlagekapital vergleichsweise wenig Investmentideen nachjagt. Dieser Trend wird auch dadurch verschärft, dass ein zunehmender Anteil der ESG-Fonds passiv gesteuert wird. Da sich aktive Investoren darauf konzentrieren, ihren Kunden Alpha zu generieren, birgt dies sowohl Chancen als auch Risiken.
Angesichts der global stattfindenden Rentenreform, bei der die Arbeitnehmer mehr Verantwortung für ihre eigenen Investitionen übernehmen müssen, verbunden mit einer Welt niedriger Renditen, glaube ich, dass die Asset Management Branche eine noch wichtigere Rolle mit Blick auf das Angebot von Lösungen sowohl für Einzelpersonen als auch für Institutionen spielen wird.
Ich glaube, DNB AM wird in der Lage sein, in diesen Bereichen zu punkten. Eines der größten Teams von aktiven Fondsmanagern in Norwegen mit einer Niederlassung in einer lebenswerten Stadt wie Oslo zu haben, ist ein guter Ausgangspunkt. Darüber hinaus glauben wir an die Spezialisierung, um im Laufe der Zeit Alpha zu generieren – und konzentrieren uns daher auf sektorale und thematische Fonds sowie auf bestimmte Regionen. Nicht zuletzt ist es wichtig, in der Lage zu sein, die Synergien zu nutzen, die durch ein großes Team von Spezialisten entstehen. Dies ist ein Aspekt, an dem wir tagtäglich arbeiten.
Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income
Der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit wird unsere Arbeit nicht wesentlich verändern, da wir uns schon seit langem mit diesen Fragen beschäftigen. Es liegt auf der Hand, dass sich der Inhalt dieses Begriffs im Laufe der Zeit weiterentwickeln und verändern wird. Zudem wird sich der Zugang zu den Daten verbessern, die die ESG-Teams der einzelnen Unternehmen objektiver bewerten können. Daher sind wir als Asset Manager ständig gefordert, auch unsere ESG-Analyse und unsere Arbeit weiterzuentwickeln. Es fällt mir schwer, etwas anderes als positive Auswirkungen in unseren Anleihemärkten zu sehen. In erster Linie deshalb, weil ich glaube, dass Unternehmen, die Nachhaltigkeit ernst nehmen, besser überleben und gedeihen können (und das Geld, das sie sich geliehen haben, zurückzuzahlen). In diesem Sinne wird ein verstärkter Fokus auf Nachhaltigkeit von unseren Kunden, uns selbst und den Emittenten gemeinsam stärkere Unternehmen schaffen und gleichzeitig dazu beitragen, eine bessere Zukunft für uns alle zu ermöglichen.